Fremd im eigenen Körper: Warum das in der Lebensmitte passieren kann

Shownotes

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Du schwitzt plötzlich im Meeting, dir fällt ein vertrauter Name nicht mehr ein, und heimlich schämst du dich dafür? In dieser Folge spricht Carolin mit Claudia darüber, warum so viele Frauen sich in der Lebensmitte selbst nicht mehr wieder erkennen, und warum das rein gar nichts mit Versagen zu tun hat.

Die beiden sprechen über den randvollen Terminkalender, in dem alle vorkommen außer dir selbst, über Care-Arbeit und den Druck, überall zu funktionieren, und über Scham, dieses dunkle Gefühl, das sich bei Hitzewallungen und Vergesslichkeit meldet. Claudia und Carolin ordnen ein, was beim Sinken des Östrogens im ganzen Körper geschieht, und machen eines klar: Du bist nicht falsch. Dein Körper arbeitet nicht gegen dich. Er spricht zum ersten Mal seit Jahren wieder laut mit dir.

Und es geht um den Weg zurück: den eigenen Wert vom reinen Leisten lösen, sich an Platz eins stellen, Nein sagen als Ja zu dir selbst. Zum Schluss gibt Claudia den einen ersten Schritt mit, eine Übung, die sich am Anfang grauenvoll anfühlt und nur fünf Minuten dauert.

01:24 Warum Frauen sich selbst nicht mehr wahrnehmen 02:24 Der Blick in den Terminkalender als erster Hinweis 03:04 Dauerbeschäftigt: wie wir uns von Gefühlen abschotten 03:29 Care-Arbeit und der Druck, überall zu funktionieren 04:22 Streitpunkt: gehört „dem Mann gefallen“ zur Care-Arbeit? 06:11 Die Angst, den eigenen Gefühlen zuzuhören 07:30 Scham, Selbstbewertung und die harte Stimme gegen uns selbst 08:46 Schwitzen und Vergessen im Meeting: wofür wir uns schämen 09:35 Was wirklich hinter der Scham steckt 11:57 Warum offenes Sprechen die Scham abbaut 12:47 Du bist nicht falsch: eine Lanze für alle Betroffenen 13:15 Welche Symptome auftreten, wenn das Östrogen sinkt 16:18 Östrogen als systemisches Hormon: der ganze Körper spricht 17:57 Von Hysterie zu Weisheit: ein Blick zurück 18:26 „Ich bin nur wert, wenn ich leiste“ 19:00 Warum dieser Satz in der Lebensmitte härter trifft 21:45 Was ist Leistung und warum hängt unser Wert daran? 23:57 Aufschreiben, was geht und was dazugekommen ist 25:31 Sich an Platz eins stellen und die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen 25:59 Das Wäsche-Beispiel: Was passiert, wenn du Nein sagst? 27:53 Die Angst dahinter: werde ich dann noch geliebt? 29:57 Das ganze Bild: Scham, Selbstwert und Gedankenwiederkäuen 31:49 Der erste Schritt: fünf Minuten Stille mit dir 32:37 Wenn es still wird, wird es erst richtig laut 33:40 Wird es besser? Was nach ein paar Wochen passiert 34:08 Dank und Verabschiedung

Zu Claudia Kallup https://www.instagram.com/claudiakallup/ https://www.claudiakallup.de https://open.spotify.com/show/033HWvhmtBqruz3bVmBY6V?si=72a44d5111a9418a

Zu Carolin Limburg https://carolinlimburg.de https://www.instagram.com/carolin.limburg/

Transkript anzeigen

00:00:00: Du schwitzt mit einem Meeting, dir fällt der Name einer Person nicht mehr ein die du seit Jahren kennst.

00:00:10: Und heimlich schämst du dich dafür?

00:00:12: Dann bleib jetzt bitte hier!

00:00:14: Denn in dem gleich folgenden Gespräch geht es genau um solche Themen und du wirst verstehen warum du dich selber gerade nicht mehr so richtig wiedererkennst und warum das nichts mit Versagen zu tun hat sondern mit etwas ganz

00:00:28: Anderem.

00:00:29: Dein Körper arbeitet nicht gegen dich, sondern dein Körper ist schwerstbeschäftigt und vielleicht zum ersten Mal seit Jahren schreit er laut um Hilfe.

00:00:39: Er spricht mit dir!

00:00:41: Am Ende dieser Folge oder dieses Gesprächs bekommst du übrigens einen ersten Schritt zurück zu dir, zurück zum Spüren und zurück zur Frau die Du heute vermisst.

00:00:51: Es ist eine Übung die sich am Anfang echt unangenehm anfühlen kann nur fünf Minuten dauert und die bei regelmäßiger Nutzung wirklich Veränderungen bringt.

00:01:02: Also bleib bis zum Schluss hier, hör zu!

00:01:06: Denn es geht um dich.

00:01:08: Und bei dieser Gelegenheit, dieser ganze Kanal dreht sich um dich Schenkt mir doch dein Abo und schau dich einmal in aller Ruhe um was du hier noch für spannende Themen entdeckst.

00:01:19: Und jetzt wünsche ich dir von ganzem Herzen viel Spaß mit der aktuellen Folge.

00:01:24: Du sagst wir Frauen nehmen uns selbst nicht war und nicht ernst.

00:01:29: Ja, dann machst du das fest!

00:01:30: Und wie sieht es eigentlich konkret aus wenn eine Frau vor dir sitzt und das mit ihr teilt?

00:01:37: Ich glaube da können wir alle erstmal unsere Terminkalender schauen, wie viele Termine davon uns drinstehen und wie viele von unseren Familienangehörigen sei es den Kindern dem Mann den Eltern.

00:01:52: und alleine dadurch dass wir diesen Raum nicht schaffen für uns, nehmen wir uns selber nicht mehr wahr.

00:01:59: Wenn jetzt eine Frau bei mir in der Beratung sitzt braucht sie am Anfang wirklich viele Worte um zu sagen was ihr eigentliches Thema ist.

00:02:09: wenn es jetzt nicht nur ein körperliches starkes Symptom ist sondern sich selbst wieder wirklich zu spüren braucht mittlerweile Anlaufzeit würde ich mal sagen bei uns Frauen

00:02:24: Lass uns da dran bleiben, bei dem Thema Frauen nehmen sich nicht selber wahr.

00:02:28: Spüren nicht was sie brauchen beziehungsweise nehmen ihre Bedürfnisse nicht ernst.

00:02:32: Du sagst der erste Blick in den Terminkalender gibt schon mal Hinweis weil da steht der Termin von den Kindern, da stehen die Termine vom Mann, das stehen die Geburtstage von den Freunden.

00:02:41: Wir haben alles im Griff, Frau hat alles im Überblick und erinnert auch noch alle anderen als die beste Assistentin und Sekretärin der Welt,

00:02:49: was

00:02:49: wann zu tun ist.

00:02:51: genau

00:02:52: Das ist ein Hinweis von Frau Merck gar nicht, was sie alles leistet.

00:02:57: Woran merkt man es noch?

00:02:57: Hast du noch einen anderen Faktor, woran du das fest machst?

00:03:04: Die Überarbeitung!

00:03:05: Also wenn wir mal schauen wie viel wir leisten bis wir abends schlafen gehen... Das ist unfassbar und wir schotten uns von unseren Gefühlen und unseren Bedürfnissen ab mit diesem permanenten Beschäftigtsein.

00:03:19: Also, wir lassen gar nicht mehr zu dass unsere Stimme zu uns spricht.

00:03:25: Aber welche Art von Arbeit isst denn das?

00:03:27: Die Kehrarbeit!

00:03:29: Wir sollten ja am besten super sportlich sein.

00:03:34: Also dreimal die Woche.

00:03:35: Krafttraining muss schon sein, drei perfekt gekochte Mahlzeiten für uns alle nach allen Bedürfnissen aufgeteilt.

00:03:43: Wir sollen den Haushalt im Griff haben, alle Termine im Griff habe.

00:03:46: Nebenher sollten wir natürlich auch noch um die Wirtschaft zu fördern, vierzig Stunden mindestens arbeiten.

00:03:52: Wir dürfen uns um die Kinder kümmern und wir dürfen uns zum Angehörige kümern.

00:03:56: Und wo sollen wir da Platz finden?

00:03:59: Okay Kehrarbeit Wäsche waschen Geschirrspüler ein- und ausräumen,

00:04:03: kochen,

00:04:04: Wäsche zusammenlegen.

00:04:05: Kindern Geschichten vorlesen, Kinder trösten.

00:04:09: Teenager auf dem rechten Weg halten so gut es geht.

00:04:15: Was ist noch alles Kehrarbeit?

00:04:21: Den Mann zu gefallen!

00:04:22: Ist das Querarbeit

00:04:23: den Mann zu

00:04:24: gefallen?!

00:04:24: Ja wir kümmern uns ja dann um den Mann!

00:04:29: Ich glaube wenn wir mal die Partner draußen fragen würden Dann gehört das mit dazu.

00:04:37: Echt?

00:04:38: Ich glaube, das möchten die Partner nicht hören, dass das unter den Titel Kehrarbeit fällt!

00:04:43: Das möchten sie glaub ich nicht hören aber ich sehe es als auch Teil des Drucks der Gesellschaft diese wir kümmern um uns um alle Wir kümmern uns ja auch um unsere pflegebedürftigen Eltern zum Beispiel.

00:04:58: Die würden auch nicht sagen, dass ist Kehr Arbeit Aber ich seh's schon als Kehr-Arbeit.

00:05:03: Ich sehe es als Rolle, die uns aufdoktriert ist.

00:05:06: Vielleicht spitzt gesagt und möchte man glaube ich auch nicht sagen.

00:05:12: Geile Perspektive!

00:05:13: Ich sehe das tatsächlich ein bisschen anders denn ich denke dass wir uns als Paar auf Augenhöhe begegnen und dass wir den anderen und die Schönheit des Anderen erkennen vorbei an der Fassade, die gebaut wird.

00:05:28: also wenn eine Frau So lebt es, sie sich bemüht dem Mann zu gefallen.

00:05:34: Halt ich das tatsächlich für problematisch?

00:05:36: Das ist so!

00:05:38: Dann nämlich nicht wirklich sich selber den Mann zumuteln sondern versucht eine Maske umzuhalten ein Rollenverhalten oben zu halten es allen anderen recht zu machen er kostet was es wollte.

00:05:50: das halte ich hochgradig dramatisch und ich würde das auch nicht unterkehrbar weit einsortieren sondern mit einem ganz anderen Überbegriff.

00:06:00: Okay, aber wir haben das glaube ich ziemlich klar gemacht wie die Sachlage so aussieht.

00:06:05: Warum Frauen sich nicht spüren können?

00:06:09: Gibt es bei dem Ich kann mich nicht fühlen eventuell noch eine andere Komponente, die gar nicht so viel mit dem Terminkalender und den vielen Aufgaben zu tun hat sondern viel mehr mit der Angst davor die eigenen Gefühle und Bedürfnisse anzuerkennen weil da so wenig Raum im.

00:06:31: Ich

00:06:31: habe

00:06:32: ein Geschenk für dich und zwar meine Atemtools.

00:06:35: Das sind vier Atemübungen, für mehr Energiegelassenheit und deinen Zugang zur inneren Freiheit.

00:06:42: Und die kannst du dir hier im Link in den Show Notes einfach so

00:06:46: freischalten!

00:06:48: Ja unbedingt nur nochmal kurz zurück.

00:06:53: ich stimme dir hundert Prozent zu aber ich glaube das ist trotzdem diesen Druck manchmal gibt zu funktionieren.

00:07:01: Ja, dieser Raum ist glaube ich oft nicht da und vielleicht auch ein bisschen Angst weil wenn ich mich...wenn ich mir zuhöre heißt das ja nicht gleich dass das bequem ist Wenn die Stimme laut wird.

00:07:14: Das passt für mich alles nicht so.

00:07:17: Aber ich habe als Kind gelernt Ich muss funktionieren, ich muss lieb sein, brav sein, ich Muss allen gefallen Und dann wird diese Stimme in mir sehr laut.

00:07:25: Mir passt es nicht mehr die Köchin bin, die Schofferin bin.

00:07:29: Die Babysitterin bin etc.

00:07:33: Ich glaube deswegen scheuen sich auch viele Frauen wirklich davor sich selbst zuzuhören weil dann kann es unbequem werden?

00:07:41: Dann muss ich in die Diskussion gehen und dann muss ich vielleicht auch in den Konflikt gehen.

00:07:47: Ja und das kann wehtun.

00:07:49: ja

00:07:50: Das kann sehr sehr weh tun Und dass kann auch eigene innere Urteile triggern.

00:07:58: Und wir Frauen sind ja richtig groß da drin, uns selber zu bewerten

00:08:03: und

00:08:04: uns auch nicht nur selber zu bewerten sondern noch alle um uns herumzubewerten.

00:08:08: Wobei wir am krassesten gegenüber uns selber sind.

00:08:12: Wir können bei allen anderen tolle Sachen finden und wir selber so oh nein geht gar nicht.

00:08:17: Also er hat es vorhin vorgesprochen, er muss über Fotos unterhalten und darüber wie wir unsere eigenen Fotos verurteilen während wir alle anderen schönfinden.

00:08:28: Das bringt mich zum Thema Scham.

00:08:31: Ja, Scham ist eine sehr, sehr niedrige Schwingung und wir Frauen, wir schämen uns für alles Mögliche auch dafür wer wir sind wie es uns geht was unser Körper macht und es gibt ja jetzt diesen Lebensabschnitt um den sich hier auch dreht Ab vierzig, manche Frau trifft es mit fünfunddreißig andere Frauen erst irgendwann mit Ende vierzig oder Körper anfängt sich zu verändern.

00:08:55: Und ich möchte das Beispiel Hitze Wallungen und Vergesslichkeit mal nach ganz weit oben holen weil in diesem Dauer Funktionsmodus mit diesem knackenvollen Terminkalender kommen jetzt eventuell auch noch körperliche Symptome dazu die unbequem sind und Hitze wallung gehen mit Schweiss Hand in hand und Vergessenheit geht Hand in Hand damit dass man es anderen nicht mehr gut genug machen kann und dann kommt das Thema Scham mit rein.

00:09:23: Und Scham ist wirklich ikkehaft, weil da schnürt sich die Kehle zu man möchte dass der Boden sich auftut man will sich im Moch verkriechen.

00:09:31: Das ist eine sehr tief dunkelschwarze Empfindung.

00:09:36: und wenn das Thema hochkommt.

00:09:38: Scham für Hitzeballungen, Scham Eine Frau schämt sich wirklich für sie oder steckt da ein ganz anderes Thema dahinsam?

00:09:52: Ich glaube, es sind mehrere Themen.

00:09:54: Auf der einen Seite ist das natürlich wir sollen so leisten wie mit fünfundzwanzig.

00:10:00: Wir stellen uns vierzig Stunden in die Arbeit und leisten ohne dass wir diesen ... wie soll ich sagen... Diesen Leistungsdruck so spüren.

00:10:14: Wir spülen sicherlich auch Druck, aber in der Lebensmitte spüllen wir diesen Druck noch mal mehr.

00:10:20: Es gibt jüngere Menschen bei der Arbeit die so leisten wie wir früher geleistet haben.

00:10:25: Wir werden immer älter.

00:10:26: Wir haben mittlerweile Familie sind kümmern uns um unsere Eltern oder andere Angehörige und haben einen viel größeren Druck.

00:10:36: Und dann merken wir das Körper macht einfach nicht mehr mit.

00:10:40: und das uns selbst einzugestehen, dass der Körper eigentlich sagt hey hallo ich kann nicht mehr so.

00:10:45: bitte überdenkt mal deinen Lebensstil oder wie du weiterhin arbeiten möchtest.

00:10:50: Dieser ganze Druck lastet auf uns und dann sitzen wir im Meeting und brechen in Schweiß aus werden rot schwitzen unter den Armen.

00:10:59: es ist unheimlich grauenvoll um.

00:11:01: keiner der da wahrscheinlich mit dem Meeting sitzt weiß das is eine Hitzeballung aufgrund der Perimino Pause der Wechseljahre, sondern das wird angesehen wie die... Jetzt wird sie nervös.

00:11:14: Guckt doch mal!

00:11:15: Ja es wird ja nicht einmal ernst genommen als ein Symptom dass sich ja niemand aussucht.

00:11:20: Das heißt ja nicht, dass wir auf einmal unsicher sind.

00:11:22: Das heisst nur unser Körper spricht mit uns auch BrainFog.

00:11:27: ich meine ich kenne's selbst Ich sitze da und kenne die Leute und mir fällt der Name nicht mehr ein.

00:11:32: Super peinlich.

00:11:33: Aber wenn wir offen darüber sprechen, was mit uns gerade passiert – ich glaube da liegt auch der große Punkt das wir offen kommunizieren müssen.

00:11:41: Ich bin in den Wechseljahren!

00:11:43: Ich habe die und diese Symptome!

00:11:47: Bitte beachtet das!

00:11:58: Oder der wichtigste Teil, dass wir diese Schaden nicht mehr spüren müssen.

00:12:00: Weil was schlimm ist es?

00:12:02: wenn ich mich dann noch schäme Dann wird's ja

00:12:04: nur schlimmer.

00:12:05: Die Symptome werden ja nicht besser.

00:12:08: Wenn ich da sitze und denke oh mein Gott bitte Hol' mich Ich

00:12:14: weiß es nicht.

00:12:16: Kann mir jemand helfen?

00:12:17: Das wird nur schlimma.

00:12:19: die Symptomen werden nur schlimer Und wenn wir sie akzeptieren Wenn wir sie als Chance sehen wirklich auf uns zu hören Denk ich, könnten wir auch diese Scham oder können wir diese Schamen auch zu einem Teil abbauen?

00:12:32: Weil wenn wir alle darüber sprechen dann ist es kein Grund mehr uns zu schämen.

00:12:37: Ich arbeite in dem Team wo wir hauptsächlich

00:12:39: Frauen

00:12:40: sind.

00:12:41: Bis ich damals diese Wechseljahrsberatungsausbildung gemacht habe, haben wir nie darüber gesprochen und wir sind alle irgendwo im gleichen Alter.

00:12:48: Jetzt tun wir es!

00:12:49: Und jetzt können wir uns alle verstehen warum die eine da sitzt am offenen Fenster und verglüht und die nächste andauernd vorm Zettel sitzt und weiß nicht mehr was sie tun soll.

00:12:59: So ist die Schamgrenze abgebaut.

00:13:03: Okay, lass uns darüber reden und lasst uns bitte auch einmal eine Lanze brechen für all diejenigen, die nicht genau verstehen was passiert eigentlich mit mir.

00:13:11: Und ich kenne mich selbst nicht mehr.

00:13:13: und können wir mal bitte ganz eindeutig feststellen du bist nicht falsch an dir ist nichts verkehrt Und das, was du erlebst sollte auf gar keinen Fall eine Ursache dafür sein, dass du dich noch mehr selber verurteilst.

00:13:31: Sondern die Urteilung kannst du dir mal sparen und dich liebevollst in die Arme nehmen für das,was dir gerade widerfährt?

00:13:39: Ja!

00:13:40: Und lass uns über Symptome sprechen damit die Frau jetzt zuhört und ich habe auf diesem Kanal schon öfter über Symtome gesprochen.

00:13:48: Ich glaube aber tatsächlich wir können das nicht oft genug tun weil auch immer wieder andere zuhören.

00:13:53: Was sind denn das für Symptome, die anfangen aufzutreten wenn der Oestrogenspiegel beginnt zu fallen?

00:14:04: Es gibt so viele Symptomen.

00:14:06: Wir haben also mit diesen ganzen Schwankungen kommen eben wie du gesagt hast Brain Fog dazu Hitzewallung kommt dazu Die Gelenke können anfangen B zu tun.

00:14:16: Ich habe momentan L-Bogen.

00:14:17: Also ob ich neunzig wäre Das ist ja.

00:14:21: aber lasst uns drüber sprechen.

00:14:24: Es kommen Symptome wie trockene Schleimhäute, die Augen fangen an zu drehen.

00:14:29: Scheidentrockenheit!

00:14:30: Ein Riesenthema.

00:14:31: lasst uns drüber sprechen.

00:14:33: es ist kein anderes Organ als die Nase.

00:14:36: Also es braucht keine Scham.

00:14:39: Gehe zum Arzt lass dich beraten.

00:14:44: Diese Gereizzeit diese Wut Es ist ja nie nur der Oestrogenspiegel singt.

00:14:50: Das Progesterone spielt hier auch immer noch mit dazu, dass dieser Weichmacher nicht mehr da ist, der uns einfach durchs Leben fließen lässt!

00:14:58: Diese Schwankung... es schwankt ein bisschen, sondern es gibt Höhen und Spitzen.

00:15:03: Und gerade bin ich gut gelaunt und im nächsten Moment brülle ich meine Kinder an weil sie einen Stift fallen gelassen haben.

00:15:10: Diese Wut das kann einfach sein.

00:15:12: deswegen sind wir keine schlechteren Frauen oder Mütter.

00:15:15: aber lasst uns darüber sprechen wie du sagst Ja.

00:15:21: Ohrenjucken?

00:15:23: Ohren-Jucken, Hauch-Jucken.

00:15:28: Du sagtest schon alle Schleimhäute sind stark beeinträchtigt.

00:15:32: Haarausfall.

00:15:34: Welche Symptome gibt es noch?

00:15:37: Also das ist auch gemein, also die Liste der Symptomen... Die Liste

00:15:40: ist so unendlich lang.

00:15:46: Gewichtszunahme, oh Gott!

00:15:47: Ich kann

00:15:47: mir das vergessen.

00:15:48: Und zwar vor allem Bauch.

00:15:54: Muskelschwund, möchten wir sagen.

00:15:56: die muskeln bauen sich ab.

00:15:57: Wir müssen wirklich daran arbeiten dass wir gesteht noch durch den tag kommen oder kraftvoll durch den Tag kommt.

00:16:05: diese schlafprobleme Die erschöpfung die daraus kommt also das ist ja alles wie ein ratten schwanz wenn ich schlecht schlafe habe ich weniger energie Ich mache vielleicht weniger sport ich hab mehr heiß hunger mein gewicht nimmt zu ich habe Gedechnisprobleme, ich bekomme Hitzewallung.

00:16:24: Also es hat ja alles einen Zusammenhang miteinander.

00:16:29: Ja.

00:16:30: Die Haut wird schlimm!

00:16:31: Ich höre nicht mehr Tinnitus, Ohrenjucken...

00:16:35: Genau wir wiederholen uns.

00:16:36: Tatsache ist, Estrogen ist ein komplett systemisches Hormon.

00:16:41: jede Einzelne deiner Zellen hat östrogen Rezeptoren.

00:16:46: Das bedeutet, dass auch so ziemlich jedes System deines Körpers durch ein Ausbleiben von ausreichend Ostrogenen sagen kann so, ja irgendwas ist anders.

00:16:56: irgendwie müssen wir hier eine Ausgleichsreaktion hervorrufen und irgendwie müssen uns bemühen das das Ostrogene wiederkommt.

00:17:01: ah nee kommt nicht.

00:17:02: was machen wir denn jetzt?

00:17:04: Und es ist tatsächlich völlig egal ob wir dann die Gelenke gucken in die Sinnesorgane gucken In die insgesamt endokrine Systeme hineingucken mit den ganzen anderen Hormon produzierenden Drüsen, die sich nicht ums Oestrogen kümmern sondern eben um Insulin und um Cortisol.

00:17:20: Und wie sie alle heißen?

00:17:23: Wenn das Oestrogén beginnt zu sinken dann ist der ganze Körper mitgetroffen.

00:17:30: Lass uns drüber reden und lass uns dafür nicht uns schämen wobei es systemisch auch eingebaut ist.

00:17:37: Es gibt diesen Begriff der Hysterie

00:17:40: Ja.

00:17:42: Und das wirkt bis heute nach, weil du hast es von auch schon angesprochen so dieses dann wird Frau auch noch zickig und grannt dich im Büro und hat auf einmal einen Anfall und wird dann von den anderen auch von jüngeren Frauen übrigens die das überhaupt nicht verstehen können, weil sie das noch nie erlebt haben irgendwie bewertend urteilend angeschaut und auch überfordert angeschauen, was machen wir denn jetzt mit der?

00:18:06: Die ist ja gar nicht mehr also sie ist ja sogar nicht einsetzbar, was macht ihr denn jetzt?

00:18:10: Und

00:18:14: die Hysterie hatte früher mal zur Folge eine Hysterektomie, also die Entfernung der Gebärmutter um eine Frau zu heilen vor ihrem eigenen Wahnsinn.

00:18:27: Das heißt das Thema Scham hat natürlich auch noch diese Komponente von Angst in diese schiene Verurteilung reinzurutschen, die so dramatische übergriffige Folgen einmal hatte Einigen hundert Jahren oder vor wenigen Hundert Jahren.

00:18:48: Ganz, ganz wichtiges Thema.

00:18:50: und die eigene Leistungsfähigkeit.

00:18:54: wir kommen hier vom Terminkalender über das Thema Charme hinzu.

00:18:57: ich bin nur wert wenn ich was leiste.

00:19:00: Kennst du den Satz?

00:19:02: Unbedingt kenne ich den Satzt denn habe ich sehr lange in mir getragen.

00:19:06: Kennt deine Kunden den Satze?

00:19:10: Ich glaube, das ist der Satz, der bei uns allen eingemeißelt wurde von Kindesbein an.

00:19:16: Warum trifft er während dieser Zeit der körperlichen Umstellung härter als jemals sonst?

00:19:22: Weil wir es nicht mehr können!

00:19:23: Wir können nicht mehr so über unsere Grenzen gehen wie wir das mit Anfang zwanzig können.

00:19:33: Du wächst heran vom Baby bis zum Teenie.

00:19:36: Du kommst in die Schule, du musst leisten.

00:19:38: Du bekommst Noten und du bist bewertet.

00:19:40: Du wirst ja dein ganzes Leben lang daran bewerteten wie du leistest So!

00:19:46: Und jetzt können wir einfach nicht mehr das leisten was wir... Entschuldige Was wir jahrelang geleistet haben.

00:19:58: Die Herausforderung ist ja dass unser Umfeld ist aber immer noch von uns erwartet.

00:20:04: Weil warum sollten die die Erwartung zurückdrehen?

00:20:08: Es war ja immer bequem, es war ja gut du warst.

00:20:10: als Arbeitnehmerin hast du geleistet das was von dir verlangt wurde.

00:20:15: Als Mama hast Du das geleistete.

00:20:17: Als Ehefrau, als Tochter, als Freundin hast du immer geleistet.

00:20:22: und jetzt geht es nicht mehr.

00:20:23: Der Körper sagt ja eigentlich ist der Körper...der Körper ist sehr schlau.

00:20:26: das eigentlich können wir streichen.

00:20:28: mit den Symptomen tut er ja eigentlich nichts anderes.

00:20:30: schon wieder das eigentlich dass er uns sagt so geht es Wie ich es mit zwanzig gegessen habe oder auch noch mit dreißig, kann ich so nicht mehr richtig verwerten.

00:20:44: Schau mal was ich wirklich brauche an Nährstoffen, an Nahrungsmitteln wie auch immer um leistungsfähig zu sein!

00:20:53: Ich kann nicht mehr.

00:20:54: nur weil du drei Mal die Woche zehntausend Schritte machst, Kann ich meinen Muskel...die Muskeln nicht mehr erhalten.

00:21:00: Du musst dich um dich kümmern Geht zum Sport, macht deine Übung.

00:21:06: Der Körper sagt uns ganz genau was er braucht auch nicht auf die schöne Weise immer das ist schon klar aber es spricht mit uns und da müssen wir zuhören und wir müssen kommunizieren nach außen hin.

00:21:19: ich kann das und das leisten und ich kann vielleicht andere Sachen jetzt leisten die ich davor nicht leisten konnte.

00:21:25: Ich finde so diesen Ansatz Weisheit anstatt Schublade sehr schön Weil wir bringen ja so viel mehr Lebenserfahrung mit, die wir jetzt einbringen können in die Gesellschaft als dass wir abgestempelt werden.

00:21:40: Ich laufe nur noch im Beeschrum, habe einen Kurzhaarschnitt und den Partnerlook mit meinem Ehemann – so war früher das Bild von mir der alten Frau in den Wechseljahren – war so!

00:21:51: Wir bringen jetzt einfach was ganz anderes mit und sind anders leistungsfähig wie es früher waren.

00:21:57: Und das dürfen wir uns anerkennen und auch kommunizieren.

00:22:01: Ja, aber wenn ich doch nicht mehr leisten kann beziehungsweise wenn der eigene Wert an diesem Wort Leistung.

00:22:06: Was ist denn eigentlich Leistungen?

00:22:09: Was macht denn Leistung eigentlich aus?

00:22:11: Ich weiß können das jetzt physikalisch also in der wissenschaftlich-physikalischen was eigentlich Leistung ist, was es Kraft und so weiter.

00:22:20: Das Problem an sich ist ja dass die Leistungsfähigkeit und die Bereitschaft zu funktionieren gekoppelt ist mit dem eigenen Wert und dass wir den eigenen Wert messen, daran wie viele Termine wir konzentriert durcharbeiten können.

00:22:40: Dass wir den eigenem Wert daran messen ,wie sauber die Wohnung ist.

00:22:44: Das wird den eigenen wert daran mess'n, wie gut wir in einer Arbeitswelt funktionieren, die Achtung von Männern für Männer erschaffen worden ist.

00:22:54: Und niemals für Frauen, die zyklisch sind schon vor der Pereminopause?

00:22:59: Und auch erst recht nicht für Frauen, die in ihrer Lebensphase sich auf eine so dramatische Art und Weise verändern.

00:23:07: Übrigens ist die Veränderung nur deswegen so dramatisch weil wir unser ganzes Leben lang so krass gegen unsere eigenen Bedürfnisse Gewohnheiten pflegen.

00:23:17: Aber was macht denn eine Frau?

00:23:19: Wenn es nicht mehr geht wenn die Leistung nicht mehr also im Sinne von Es geht nicht mehr ich kann nicht mehr mein Körper sagt nein Und mein gesamtes Wertesystem schreit und stampft, liegt in der Quengelgasse vor der Kasse.

00:23:37: Und heult!

00:23:38: Weil das was immer ging und was immer gewollt war nicht mehr geht.

00:23:43: Also das Bild vom beleidigten dreijährigen Kind, was einfach weint und schreiht und stampf und sich hinschmeißt.

00:23:48: Ja.

00:23:49: Wenn aber genau da dran der eigene Selbstwert hängt... Wir wollen uns alle gut fühlen, wir wollen uns allen wertvoll fühlen.

00:24:02: Aber das wo die Wertschätzung

00:24:04: herkam,

00:24:05: die wir uns zumindestens selber geben konnten geht nicht mehr.

00:24:10: Was macht Frau Dendran?

00:24:26: Lebenserfahrung dazu gewonnen, wenn ich mich jetzt vergleich mit mir vor zehn Jahren.

00:24:32: Also wirklich mal sich bewusst machen auch mal das Umfeld fragen.

00:24:37: Na wie siehst du mich jetzt?

00:24:38: Wie siehst Du mich früher und siehst überhaupt dass Ich nicht mehr so leistungsfähig bin also wirklich auch Mal den Spiegel vorgehalten bekommen?

00:24:49: ist es nur meine Wahrnehmung Dass ich nicht mehr leistensfähig Bin weil ich abends um acht müde bin?

00:24:55: Ist das die Leistungsfähigkeit nach einem erschöpftenen Tag?

00:24:58: Oder ist es wirklich, dass ich mich keine halbe Stunde mehr am Stück konzentrieren kann und das wirklich mal schwarz auf weiß zu haben.

00:25:08: Das finde ich hilft unheimlich weil vieles findet einfach nur bei uns im Kopf statt.

00:25:12: ja Es ist schon so Ich kann mich auch nicht mehr so konzentrierend wie früher aber dann mache ich halt drei Minuten Atempause Und dann geht's wieder los.

00:25:20: Wir müssen, glaube ich, schauen wie können wir unseren Alltag anders strukturieren dass er auf unser Leben passt und nicht mehr versuchen uns in dieses Modell einzukwetschen Wie es halt vorgegeben ist oder früher mal für richtig Für uns empfunden wurde oder was wir auch für uns als richtig empfund haben das wir einfach umdenken.

00:25:43: Das sehe ich als punkt Ja

00:25:47: Aber das funktioniert ja erst.

00:25:50: Also Punkt eins, man muss das anerkennen.

00:25:55: Punkt zwei und da haben wir vorgesprächs ein bisschen drüber gesprochen es ist fundamental wichtig dass frau sich am platz eins stellt und ihr eigenen wirklichen wahrhaftigen bedürfnissen ernst nimmt.

00:26:08: Und da haben aber ein problem.

00:26:11: Das ist nämlich verdammt gefährlich denn wenn frau Sich an Platz eins stellt Weißt du was?

00:26:23: Wasch deine Wäsche selbst.

00:26:26: Ich mach das nicht mehr, was passiert denn dann?

00:26:31: Gar nichts!

00:26:33: In meiner Welt passiert da gar nichts.

00:26:36: Unser Upfeld hat sich einfach daran gewöhnt dass wir alles tun ohne zu murren weil wir dürfen ja nicht laut sein müssen brav und nett und lieb und lächelt und diese ganzen Rollen die auf uns liegen mit Perfektion und glücklich friedvoll erfüllen.

00:26:54: Es passiert nichts!

00:26:56: Wenn wir Angst davor haben, so ein Gespräch anzusprechen oder so ein Gespräch anzugehen, stell dir die Frage was wären wenn?

00:27:07: Was ist, wenn ich mein Mann heute sage Ich wasche die Wäsche nicht mehr Ja vielleicht sagt er finde ich doof, wer wäscht die Wæsche dann?

00:27:14: Aber wenn ich mir immer diese frage stelle weiter und weiter und am Ende wird nichts passieren.

00:27:19: Wir können es nur schaffen.

00:27:21: Was ist denn die Angst, die da so fundamental drinsteckt?

00:27:24: Also wirklich dieses Beispiel.

00:27:25: Das ist so schön plakativ und die eine oder andere sagt vielleicht, mein Mann wäscht die Wäsche sowieso selber.

00:27:32: Mein Mann wäscht tatsächlich unsere Wäche.

00:27:35: Sehr schön!

00:27:37: Dieses Beispiel ist so plakativ weil es eben die Konsequenz hat ich sage nein.

00:27:46: Ich sage mach es selber bei aller Liebe du kannst das auch.

00:27:53: Ich muss für mich einen schützenden Raum erschaffen, damit ich nicht ausbrenne.

00:27:59: Und das bedeutet, ich sage ja zu mir und ich sage nein zu dir!

00:28:04: Warum ist es so gefährlich?

00:28:06: Warum ist das zumindest im Kopf so

00:28:07: gefährlig?!

00:28:09: Dann werde ich nicht mehr geliebt

00:28:11: vielleicht.

00:28:13: In unserem Kopf werden wir nur geliebet wenn wir leisten.

00:28:17: Wenn wir Nein sagen wird das ja oft interpretiert als Nein zu mir.

00:28:22: Nein zu dir ist ein Nein zur mir, aber es ist ja diese Karte.

00:28:25: Nein zu Dir heißt Ja zu mir und das ist das Wichtige.

00:28:32: Aber dann ist mein Mann sauer auf mich.

00:28:34: also der denkt dann... Also da habe ich einen Konflikt bei mir Zuhause eine Familie Da hab' ich

00:28:41: Angst vor!

00:28:44: Das ist natürlich unbequem Und da kann man auch... nein man kann nicht Angst davor haben.

00:28:52: Ich finde, wir sollten es als Chance sehen, dass wir nochmal über die Rollenverteilung sprechen.

00:28:58: Und dein Mann sollte doch so wichtig sein, das es dir gut geht!

00:29:04: Dass du glücklich bist, dass du nicht ausgebrannt bist, ja?

00:29:08: Dass du dich als Frau entfalten kannst weil nur dann kann ja die Gesellschaft, die Familie und auch er von dir profitieren wenn wir's mal so sagen wollen.

00:29:20: in unseren Köpfen sein, aber wir können sie an die Hand nehmen und sagen gut Angst dann schauen wir mal was passiert.

00:29:26: Und am Ende vom Tag wird es vielleicht ein zwei Tage unbequem sein und die Wäsche wird nicht so gemacht sein wie wir uns das vorstellen.

00:29:33: Aber das sind ja auch nur unsere Erwartungen die wir an das Wäschel machen stellen.

00:29:39: Ja Wir dürfen einfach Auch unser Umfeld mitnehmen auf diese Reise und auch wenn es mal unbequem ist oder rappelt, am Ende vom Tag stehen wir ja nur für uns ein.

00:29:51: Und wir brauchen niemanden um Erlaubnis bitten... ...für uns einzustehen!

00:29:56: Die Erlaubnissen können nur wir uns selbst geben.

00:29:59: Die wird nicht unser Partner uns geben, die wird nicht unsere Arbeitgeber uns geben oder die Nachbarin das können nur Wir selbst tun.

00:30:05: Nur wir können für uns Einstehen und uns diese Erlaubnisse geben.

00:30:13: Ich würde gerne dieses Gespräch noch einmal abrunden und noch einmal zusammenholen, welches Bild wir eigentlich gemalt haben von einer Frau die so wahnsinnig leistungsbereit immer war.

00:30:28: Die immer für alle funktioniert hat und die an dem Punkt steht dass der Körper nicht mehr genauso mitspielt einer Identität nicht länger aufrecht erhalten werden kann, weil es schlicht nicht geht.

00:30:45: Und der emotionale Cocktail, der dann dazu kommt, er streckt sich ja über Charme und die eigenen Symptome – also das Schützen zum Beispiel oder das Vergessen -, dass man sich dafür schämt aber eben auch die Charme es anderen nicht mehr gerecht zu machen.

00:31:01: Das heißt noch nicht mal bewusst Nein gesagt zu haben sondern einfach Mist abgeliefert zu haben nicht mehr so hinbekommen zu haben, die Scham existiert.

00:31:12: Und dieses krasse Selbstwertthema das dadurch getriggert wird was da durch im Gang kommt wo so viel ich nenn das Gedanken wiederkeuen also die alten Gedanken des Mangels und der selbst Wertvernichtung immer wiederkeuern immer noch mal drüber nachdenken oh Gott!

00:31:28: Was habe ich gesagt?

00:31:29: Oh Gott!

00:31:29: was hab' ich getan?

00:31:30: Man hätte doch nicht.

00:31:32: Die Anklage gegen sich selber.

00:31:36: Du hast ein paar super tolle Sachen gesagt.

00:31:39: Ich würde dich gerne darum bitten, noch einmal abschließend so eine ganz kleine Anleitung rauszugeben für die Frau, die sich wirklich erkannt gefühlt hat und gesehen gefühlte durch unser Gespräch und sagt shit das bin ich!

00:31:56: Was ist der erste Schritt in Richtung deiner inneren Freiheit?

00:32:02: Also was ist der ersten Schritt?

00:32:03: raus aus diesem Drama Und hin zu, ich bin fantastisch.

00:32:11: So schön!

00:32:13: Der erste Schritt ist erlaube dir dich selbst zu finden und das schaffst du indem du dich hinsetzt fünf Minuten am Tag und in Ruhe bist ohne Handy Ohne irgendwas.

00:32:28: Der Haushalt hat keine Bedürfnisse, der Wäscheberg hat keine bedürfnisse.

00:32:32: Du bist die wichtigste Person in diesen fünf Minuten und hör' in dich rein Und halte diese fünf Minuten aus.

00:32:39: Wenn's zehn Minuten sind umso besser.

00:32:41: Tu nichts, hör dir zu!

00:32:44: Dann wird dein wahres Ich zu dir sprechen Deine innere Stimme wird zu dir sprechen Und dann wird sie dir sagen was du zu tun hast.

00:32:52: Da muss ich noch mal kritisch nachfragen weil wenn jemand so Gefangenes in so einem Alltag und in diesen ganzen Urteilen still wird, dann kommt ja erst mal wird es ja richtig laut.

00:33:05: Also erstmal wird's ja richtig laut!

00:33:07: Und erstmal kommen die ganzen Urzeile nochmal auf dem Silbertablett serviert mit Extradeko um die Ecke?

00:33:16: Das ist ja nicht zum Aushalten.

00:33:19: Doch...

00:33:21: Es ist grauenvoll.

00:33:22: Ich hab das selber durchgemacht.

00:33:24: ich habe keine zwei Minuten geschafft Am Anfang.

00:33:27: Es war graunvoll, wirklich graun voll!

00:33:30: Aber du schaffst das.

00:33:31: Geh den Weg.

00:33:32: es ist das Wichtigste in deinem Leben bist Du und Du kannst nur Du sein wenn Du wie Du lebst Wenn Du es wirklich schaffs dir zuzuhören.

00:33:44: Und es ist blöd am Anfang und es ist unbequen

00:33:47: und

00:33:48: es tut auch manchmal weben.

00:33:49: Ich saß auch schon da und hab fünf Minuten geweint aber es ist wirklich wichtig sich selbst zuzuhören.

00:33:56: Wird das denn irgendwann besser?

00:33:58: Wow, ich kann da sitzen fünf Minuten und gar nichts denken.

00:34:01: Es ist so schön!

00:34:03: Ja es ist wie...es is die Reise wert.

00:34:05: und ja jeden Tag einfach ausprobieren macht das mal ein Monat.

00:34:12: Es wird besser und dann kommen schöne Gedanken Und man schafft Dinge wo man gar nicht glaubt dass man sie schaffen kann.

00:34:24: Okay Vielen vielen Dank liebe Claudia

00:34:28: Danke dir

00:34:31: Und du und ich.

00:34:33: Wir hören und sehen uns beim nächsten Mal wieder.

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